Filme

Eröffnungsfilm

Road to Sarajevo, Frankreich 2018

Regie: Dhia Ben Naser, Ouissem Satouri and Gabriel Marchand

Fast 25 Jahre nach dem Balkankonflikt scheint die Zukunft der jungen Bosniaken zu stagnieren. Unsichere wirtschaftliche Entwicklungen, politische Blockaden, Korruption und latente Identitätsspannungen. Die Narben des tödlichsten europäischen Konflikts seit dem Zweiten Weltkrieg sind noch deutlich sichtbar. Obwohl die ethnische Neuorientierung des Territoriums nun Realität ist, erinnern uns Hoffnung und Toleranz, die von der bosnischen Jugend verkörpert wird, daran, dass Sarajevo das Jerusalem Europas bleibt. Seit der Unabhängigkeit scheint sich ein "bosnischer Islam" zu manifestieren, der durch seine Toleranz und Offenheit gekennzeichnet ist. Eine Beziehung zwischen Religion und Kultur – auf jeden Fall inspirierend.

Wettbewerbsfilme

Lovebox, Kroatien 2018

Regei: Ivan Turkovic Krnjak, 15 Minuten

Ein typischer Sommertag in Zagreb: Es ist langweilig und heiß. Miro ist einsam. Andrea braucht Liebe. Die beiden kennen sich nicht, aber sie verwenden die gleiche Dating-App. Könnte heute ihr Glückstag sein?

Južina, Montenegro 2019, 12 Minuten

Für die Menschen der Region Boka Kotorska „Jugo“ ist mehr als ein Wind.

"Omarska" Deutschland, Bosnien-Herzegovina 2018

Regie: Varun Sasindran, 18 Minuten

Das ehemalige Gebäude des Konzentrationslagers Omarska ist heute eine Fabrik der ArcelorMittal. Die Produktion der Firma erfolgt heute genau dort, wo Zivilisten inhaftiert wurden. Es gibt kein Denkmal für die Opfer, die in Omarska getötet wurden. Einmal im Jahr wird jedoch das Areal für die Öffentlichkeit zum Gedenken geöffnet. Der Film versucht, den Ort in 3D-Animationen zu rekonstruieren, basierend auf Archivbildern, Videos und aktuellen Fotografien. Begleitet wird das Ganze durch die Erinnerungen und Schilderungen von Überlebenden des Lagers.

The Van, Frankreich / Albanien 2019

Regie: Erenik Beqiri, 15 Minuten

The Van finally stops, the doors open and the Son comes out alive. A few more fights and he will be able to pay his way out of Albania, and hopefully, take his father with him. Der Van stoppt, die Tür öffnet sich und der Sohn kommt lebend heraus. Er muss noch einige Kämpfe bestehen, dann wird er in der Lage sein, seine Ausreise aus Albanien zu bezahlen und hoffentlich auch seinen Vater mitnehmen können.

I'll never see you again, DSlovenien 2017

Regie: Mitja Mlakar, 15 Minuten

Hanna, eine junge Frau Ende 20, muss die härteste Entscheidung ihres Lebens treffen: ein wahrscheinlich behindertes Kind auszutragen oder es abzutreiben. Aber ist das die einzige Entscheidung, die sie zu treffen hat?

Meanwhile, Deutschland / Kroatien 2017

Regie: Mate Ugrinn, 18 Minuten

Es ist Sommer und die Straßen der kleinen Stadt sind leer. Die Leute treffen sich im öffentlichen Schwimmbad. Zwei Freunde verabschieden sich.

Narratives of War: Youth Reconciliation in Croatia and SerbiaKroatien 2019

Regie: Dillon Levic , 34 Minuten

Ich bin durch Kroatien und Serbien gereist, um die Ansichten der Jugend auf den Krieg der 90er Jahre zu ergründen. Ansichten auf den Konflikt, der zur Auflösung Jugoslawiens geführt hat. Ich sprach mit Jugendlichen, die in diesem Land leben, und mit den Vorsitzenden friedensstiftender NGOs. Sie beschreiben ihre persönlichen Auffassungen von dem Krieg und den Kräften innerhalb der Gesellschaft, die die Erzählweise über den Konflikt zu steuern versuchen. Der Film untersucht, wie einige Jugendliche sich durch den gesellschaftlichen Druck, einander zu hassen, zu manövrieren versuchen, und nun weder Hass noch Vorurteile gegenüber Menschen anderer Länder haben.

"Vrzel", Serbien / Montenegro 2018

Regie: Ana Trebše, 20 Minuten

Trailer:

Nach Beendigung einer langjährigen Beziehung zieht Klara in eine eigene Wohnung. Sie hält allerdings den Kontakt zu Jure, ihrem Ex, durch gelegentliche freundliche Telefonate aufrecht. Als Klara jedoch spürt, dass es eine neue Frau in Jures Leben gibt, wird sie hineingezogen in einen Gedankenstrudel aus Grübeleien und Selbstzweifeln.

Can't you see them - Repeat, Deutschland / Bosnien-Herzegowina 2019

Regie: Clarissa Thieme, Minuten

Ein Trauma verhindert, dass sich die Bausteine der Realität richtig ausrichten. Schmerz verhindert, dass die Puzzleteile passen und ein vollständiges Bild bilden, sodass die Seele immer wieder zum Ort ihrer Narbenbildung zurückkehrt. Clarissa Thieme tritt ein in diesen Kreislauf schlimmer Erinnerungen: Im Videoarchiv Hamdija Kresevljakovic, das Aufnahmen von der Belagerung Sarajevos sammelt, findet sie ein Video, gefilmt von Nedim Alikadic. Es zeigt Milizionäre an einem Fluss in einem Wohngebiet. "Los film das“, wird Alikadic von seinem Begleiter aufgefordert. Die Handheld, Kamera bewegt sich nervös, schwenkt und stottert, während sie versucht, sich mit der Bedrohung vor ihr zu verbinden. Es ist diese besondere Kamerabewegung, die Thieme mit fortschrittlicher digitaler Bildverarbeitungs-technologie verfolgt hat. Die resultierenden Metadaten steuern nun einen automatischen Arm und lassen ihn einen Lichtstrahl genauso bewegen, wie die Hand die Kamera verschoben hat. Exaktheit und Vergänglichkeit: Extreme treffen aufeinander. Je näher man dem traumatischen Realen kommt, desto stärker bricht es und zerstreut sich über verschiedene Ebenen der Präsentation. Thieme tritt in die Lücke zwischen ihnen ein, erweitert sie und zieht gleichzeitig die Fragmente der Realität zu einem beunruhigenden Kraftfeld zusammen. (Jan Verwoert)

Sunday Morning (Nedeljsko jutro), Slovenien 2017

Regie: Martin Turk , 15 Minuten

Zwei Jungen, ihre Väter und ein Hund bei einer unerwarteten Begegnung in einem Wald am Sonntagmorgen. Ein Kurzfilm über Autorität, Ent-täuschungen und die Geburt eines Rebellen.

Put, Montenegro 2018

Regie: Senad Sahmanovic,  15 Minuten

Nach Jahren im Ausland kehrt ein Mann in sein Heimatland zurück, um nach seinem Sohn zu sehen, den er im Stich gelassen hatte. Dieser Tagestrip wird zu einer Reise der Erlösung.

The European Dream: Serbia, Spanien 2018

Regie: Jaime Alexos, 19 Minuten

Trailer:

"The European Dream: Serbia" ist eine investigative Dokumentation des Journalisten Jaime Alekos über die Folterungen der ungarischen Polizei gegen aufgegriffene Flüchtlinge und Migranten beim Versuch, die Grenze zu überqueren. Er zeigt die harten Bedingungen, unter denen sie in Serbien überleben, während sie auf eine Chance warten, in die EU einzureisen.

Breath (Dah), Bosnien-Herzegowina 2018

Regie: Ermin Bravo, 14 Minuten

Igor arbeitet in einem Hospiz, in dem Edita behandelt wird. Aus einer zufälligen Begegnung entfaltet sich eine ungewöhnliche Beziehung. Ohne Worte werden sich zwei Individuen erkennen und verändern. Was passiert, wenn du die letzten Momente deines Lebens mit einem Fremden teilst?

"The last well", Kroatien 2018

Regie: Filip Filkovic, 20 Minuten

Trailer:

Wir schreiben das Jahr 2037, Europa liegt in Trümmern. Der Besitzer des letzten Brunnens mit natürlichem sauberem Wasser lebt in Kroatien. Nachdem einer seiner Wasserverkäufe in einem Blutbad endet, wird er Ersatzvater und Ehemann. Als schließlich auch sein Brunnen austrocknet, macht er noch ein letztes Geschäft.

Without love, Nord Mazedonien 2018

Regie: Dina Duma, 12 Minuten

Ein melancholischer Coming-of-Middle-Age-Film über Dinge, die unerwähnt geblieben sind. Ana und Marta übernachten am Tag vor Anas Hochzeitzusammen in einem Wochenendhaus. Nach einem unerwarteten betrunkenen Kuss müssen sich die beiden Frauen der Tatsache stellen, dass ihre Freundschaft einen Wendepunkt erreicht hat.

Mishko, Nord Mazedonien 2018

Hanis Bagashov, 16 Minuten

Angel, ein ruhiger und zurückgezogener Junge, geht mit seinem Freund Mishko Äpfel pflücken, um sie später zu verkaufen. Doch im Laufe des Tages wird Angel zunehmend mit der Grausamkeit von Mishko und seinen Eltern konfrontiert. Er wird Opfer von Kindesmissbrauch.

Saturday, Albanien / Kolumbien, Rumänien 2019

Regie: Sokol Keraj, 27 Minuten

Besorgt holt er seine Kinder nach seiner Rückkehr aus Europa bei seiner Exfrau ab. Er muss feststellen, dass seine Kinder nicht mehr bei ihm leben wollen.

MY BROTHER ON EIGHTEEN WHEELSSerbien Montenegro 2018

Regie: Nikolaj Vodošek , 20 Minuten

Auf den eisigen Straßen von Amerika, Tausende Meilen von zuhause, durchlebt der LKW-Fahrer Dusan immer wieder alltägliche Geschichten aus seiner Heimat.

Third Kind, Griechenland / Kroatien 2018

Regei: Yorgos Zois, 32 Minuten

Trailer:

Die Erde ist seit langem verlassen und die Menschheit hat Zuflucht im Weltraum gefunden. Drei Archäologen kehren zur Erde zurück, um den Ursprung eines mysteriösen Fünf-Ton-Signals zu untersuchen.

Her (Ajo), Kosovo 2018

Regie: More Raça, 12 Minuten

Trailer:

Um einer frühen Ehe zu entgehen, die von ihrem Vater, einem extrem religiösen Menschen, organisiert wurde, muss Zana eine mutige Entscheidung treffen. Sie wird fliehen, aber nicht allein.

Water for the Roses, Albanien 2017

Regie: Luli Bitri, 16 Minuten

Zwei Tage im Leben einer schwierigen Familie, die versucht, in einer Zeit, in der das Land von Gewalt bedroht ist, zu überleben.

K.A.O.S., Slovenien 2016

Regie: Nikolaj Vodošek, 15 Minuten

Eine Gruppe von Teenagern bricht in ein Schwimmbad ein. Jugendliche Unbekümmertheit und Spaß werden bald zu einem wilden Chaos und führen zu einem Unfall. Plötzlich ändert sich die Situation.

"Kontrapunkt", Bosnien-Herzegovina 2019

Regie: Ivan Koroman, 24 Minuten

In einer kleinen Meldebehörde einer lokalen Verwaltung gibt es unter den Neonlichtern nichts Neues. Der Leiter des Büros und seine Mitarbeiter werkeln sich durch die Routine. Ein Mitarbeiter beschließt, daran etwas zu ändern und aus der Tretmühle auszubrechen.

ŽickaSerbien / Montenegro 2018

Regie: Ivan Bukvic, 24 Minuten

Mile, ein aus dem Waisenhaus entlaufener Junge, verbringt seine Tage und Nächte auf der Straße und bettelt um Geld und Nahrung. Ausgestoßen und allein, schafft er es, sich einer Gruppe von Jungen, die auch auf der Straße leben, anzuschließen. Sein Wunsch, irgendwo hinzuzugehören, verwickelt ihn in eine Wendung der Ereignisse, die er sich nie hätte vorstellen können.

Separation / Vivid Dreams, Montenegro 2018

Regei: Bojana Radulovic 2018, 19 Minuten

Trailer:

Zum ersten Mal seit 17 Jahren betritt die Regisseurin ihr Elternhaus in Montenegro, ein einzelnes baufälliges Gebäude, das der drastischen Umstrukturierung stand gehalten hat. Im Inneren offenbart das Entfernen von Plastikplanen weniger ihre Erinnerungen als vielmehr die Erkenntnis über die Unbeweglichkeit zwischen der Vergangenheit des Bürgerkriegs und einer Zukunft mit dürftigen Aussichten.

The Tunnel, Slovenien 2018

Regie:Gregor Andolšek, 15 Minuten


Der Arbeitsweg eines Mannes enthält eigentlich einen Tunnel. Diesen vermeidet er jedoch regelmäßig und wählt stattdessen einen Umweg. Eines Morgens ist die Ausweichroute gesperrt, aber er schafft es trotzdem, das Hinderniszu überwinden. Bald danach gibt es eine neue, dieses Mal unüberwindbare Straßensperre. Da er aufgrund eines Notfalls auf der Arbeit in Eile ist, sieht er sich gezwungen, den Tunnel zu nutzen. Es gibt keinen anderen Ausweg, als sich des Inbegriffs allseiner Ängste zu stellen und durch den Tunnel hindurchzufahren.

The Children Will Come, Nord Mezedonien 2017

Regie: Ana Jakimska,  19 Min

Velika, eine junge Lehrerin, wird in ein abgelegenes Dorf in den Bergen geschickt, um die Kinder, die dort leben, zu unterrichten. Der Winter ist jedoch kalt und lang, und die Kinder lassen sich nicht blicken. Stattdessen trifft Velika auf eine alte Dame, die sie auf den Weg der Selbstfindung führt.

Abschlussfilm (außer Konkurrenz)

 "Srbenka" Schweiz 2018

Buch und Regie: Nebojsa Slijepcevic, 75 Minuten

Trailer: 

"Srbenka" ist ein Film über Gewalt unter gleichaltrigen Kindern unterschiedlicher Nationalität in Kroatien. Er untersucht, wie die nach dem Krieg geborene Generation mit den dunklen Schatten der Geschichte fertig wird.

bosnia-herzegovina looks around

2nd international film festival

08. - 10. nov 2019

bottrop, germany